APK Würzburg e.V.

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Über

Vereinsleitung

Adresse

Verein der „Angehörigen psychisch erkrankter Menschen Würzburg und Umgebung“, Sitz in 97070 Würzburg

1. Vorsitzende

Emmi Wangerin
E-Mail: emmi.wangerin.1703(@)gmail.com
Tel.: 09391/9181967

Bankverbindung

Liga-Bank Würzburg
IBAN: DE 50 75030300 000 3010880
BIC: GENODEF1M0F

Wer sind wir?

Am 12. Juli 1994 haben sich in Würzburg verschiedene Angehörige psychisch Kranker zu einem Verein zusammengeschlossen.

Eine psychische Erkrankung trifft niemals nur den „Betroffenen“ allein, sondern immer auch die unmittelbaren Angehörigen und Freunde. Vor allem bei schwerkranken Patienten bleibt die engere Familie der Lebensraum und oft die einzige Zufluchtsstätte.

Psychische Erkrankungen verlangen von den Angehörigen bei der Begleitung ein hohes Maß an Verständnis, Geduld und Wissen. Sie müssen sich in eine fremde Erlebniswelt hineindenken und Verantwortung für einen zeitweilig in seinen Alltagsfähigkeiten eingeschränkten Menschen übernehmen. Alleine auf sich gestellt schafft das kaum jemand. Insbesondere bei Ersterkrankungen tunt sich die Angehörigen außerordentlich schwer, das veränderte Verhalten überhaupt als Krankheit zu verstehen und entsprechend damit umzugehen. Die immer noch in der Gesellschaft kursierenden Vorurteile belasten sie zusätzlich.

Eltern, Kinder, Partner erleben die Symptome der psychischen Ernkrankung hautnah und leiden mit, vieles verunsichert und unberechtigte eigene Schuldgefühle quälen sie. Angst vor Vorurteilen und Scham veranlassen so manche betroffene Familie, sich von allem zurückzuziehen. Die psychischen, sozialen und oft auch finanziellen Belastungen der Angehörigen sind enorm.

Verständnis und Hilfe von außen werden jedoch den betroffenen Familien selten zuteil. Daher haben sich Angehörige im bayerischen Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker und in seinen Angehörigen-Selbsthilfegruppen und -vereinen zusammengeschlossen als Orte, wo sich Menschen in ähnlicher Situation austauschen und über ihre Sorgen und Nöte in vertraulicher Umgebung reden können.

Es ist nicht leicht, mit psychisch kranken Menschen zu leben – das wissen wir alle – und es ist schon ganz und gar nicht leicht, sich auf diese Krankheiten einzustellen und die veränderte Situation zu akzeptieren. Aber: gemeinsam schaffen wir es!

Und: Nur in einem mitgliederstarken und aktiven Angehörigenzusammenschluss werden wir Gehör finden und Einfluss auf das Versorgungssystem nehmen können!

Was wollen wir?

Unsere Familien sind wichtig!

Etwa 40% der außerhalb von Institutionen lebenden chronisch psychisch Kranken leben bei ihren Familien. Angehörige tragen somit die Hauptlast der Versorgung chronisch psychisch Kranker. Sie bringen für Behandlungs- und Pflegeleistungen, welche die Sozialversicherungsträger nicht (mehr) finanzieren, jährlich rund eine Mrd. € auf. Die Familie ist somit ein unverzichtbares Glied der Versorgungskette, das es zu unterstützen, zu fördern und zu erhalten gilt.

Wir fordern deshalb zusammen mit dem Landes- und Bundesverband eine familiengerechte Psychiatrie.

Diese muss den berechtigten Anspruch der Angehörigen auf eine eigene Lebensplanung sowie den Anspruch auf Schutz, Entlastung und Nachteilsausgleich durch den Staat beinhalten.

Ferner müssen die Forderungen der Angehörigen neben denen der psychisch Kranken und psychisch Behinderten bzw. neben denen der Anbieter ärztlicher und psychosozialer Dienstleistungen adäquat berücksichtigt werden.

Unsere Forderungen bedingen einen neuen fachlichen und politischen Denkansatz, der die Ressorts Gesundheit und Pflege sowie Soziales, Arbeit, Familie, Jugend und Justiz betrifft.

Können Sie sich vorstellen mitzuhelfen, unsere Ziele zu verwirklichen?

Unser Gesamtverband ist gegliedert in

  • Bundesverband
  • Landesverbände
  • Mitgliedsvereine

Unser Mitgliedsverein „Verein Angehöriger psychisch Kranker Würzburg und Umgebung“ vertritt seit 1994 die Interessen und Anliegen der Angehörigen auf regionaler Ebene und leistet Angehörigenarbeit, wie zum Beispiel:

  • gegenseitige Hilfe sowie Informations- und Erfahrungsaustausch
  • Initiativen und Aktivitäten, die der Vereinsamung und Überforderung der Angehörigen entgegenwirken
  • Bestellung und Diskussionen mit Experten der verschiedensten Fachrichtungen
  • Bilden von Arbeitsgruppen für spezielle Fragen und Aufgaben
  • Besuch von Veranstaltungen und Tagungen zur Angehörigenproblematik

In ganz Bayern haben Mitglieder des Landesverbandes als Angehörigenvertreter Sitz und Stimme in den Psychosozialen Arbeitsgemeinschaften auf kommunaler Ebene und in den Planungs- und Koordinierungsausschüssen auf Bezirksebene. Dadurch sind wir in der Lage, die Alltagsprobleme und die Bedürfnisse der Angehörigen und ihrer Betroffenen vorzutragen und bedarfsorientierte Abhilfe zu fordern.

Unser Landesverband und die Mitgliedsvereine werden ausschließlich von betroffenen Angehörigen ehrenamtlich geleitet. Verband und Verein sind politisch und konfessionell neutral.